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Was genau ist eigentlich Stress?

Was genau ist eigentlich Stress?

Stress ist leider das Übel des Jahrhunderts und immer mehr Menschen leiden unter den Folgen von permanenter Anspannung.

Nicht nur arbeitsbedingter Stress ist stark verbreitet – Stress kann mit allem in Verbindung gebracht werden: Beziehung, familiäre Probleme, Elternsein, finanzielle Sorgen, allgemeine Angst und vieles mehr. Übermässigen Stress erkennen ist nicht so einfach, denn die Beschwerden sind oft diffus («Bin heute einfach malwieder schlecht drauf») oder lassen an ein rein körperliches Problem denken – etwa Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme. Mit der Zeit ergibt sich aber doch ein recht typisches Bild:

Körperlichen Beschwerden

Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfweh, Nervosität, Schlaflosigkeit und Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Sodbrennen.

Seelischen Beschwerden

Am häufigsten zeigt sich Stress durch Ungeduld und Reizbarkeit. Man ist überempfindlich, «kurz angebunden», «geladen» und unzufrieden. Viele gestresste Menschen fühlen sich missverstanden und abgelehnt. Sowie Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und Traurigkeit bis hin zu Depressionen.

Verhaltensänderungen

Auf Stress hinweisen können auch stärkerer Alkohol- und Nikotinkonsum, sozialer Rückzug zugunsten übermäßigen Medienkonsums, nervöse Angewohnheiten von Nägelkauen bis zu Tics oder Essstörungen.

Das Gefährliche: Viele dieser Veränderungen stellen sich schleichend ein. Es gibt kein Signal, das davor warnt, dass unser Körper nicht mehr im grünen Bereich arbeitet. Um einen vernünftigen Umgang mit Stress zu finden, ist es zuerst einmal wichtig, den Stress zu verstehen.

 

Was ist eigentlich Stress?

Stress ist ein angeborener Mechanismus, der den Menschen schon seit seinen frühesten Zeiten schützt. Stress rüstet den Körper für Angriff oder Flucht. 

Ursprünglicher Stress
Eigentlich ist Stress eine nützliche Reaktion auf besonders herausfordernde Situationen: Wenn es brenzlig wird, schaltet der Körper auf Flucht oder Angriff um. Er beschleunigt den Puls und die Atmung, schärft die Sinne und spannt die Muskeln an. Stresshormone sorgen in kürzester Zeit dafür, dass wir hellwach und aktiv sind.

Diese Fähigkeit hat sich evolutionär entwickelt und kann überlebenswichtig sein: beim Angriff eines wilden Tiers, bei einem Feuer oder einer gefährlichen Situation im Straßenverkehr. Auch für Sportler oder Künstler ist die Stressreaktion im richtigen Moment förderlich: Lampenfieber vor dem Wettkampf oder dem Auftritt sorgt dafür, dass wir Höchstleistungen bringen können. Ein wenig Stress ist also gar nicht so schlecht und hilft uns dabei, gute Leistungen abzurufen, die uns vorwärtsbringen und unser Selbstbewusstsein stärken. Wichtig ist aber: Nach einer Stresssituation muss immer eine Entspannungsphase folgen!

Es gibt verschiedene Arten von Stress. Positiv erlebt, macht Stress zufriedener. Negativer Stress kann schaden.

Positiver Stress

Positiver Stress steigert Selbstvertrauen und Wohlbefinden: Wir empfinden eine Situation als spannende Herausforderung, der wir und gewachsen fühlen. Diese Art von Stress macht uns Leistungsfähiger und zufriedener.

Negativer Stress

Idealerweise wechseln sich An- und Entspannung ab. Fehlen angemessene Erholungsphasen, entsteht negativer Stress. Wir fühlen uns überfordert. Ähnlich reagiert der Körper auf Unterforderung: Langeweile kann auch stressen. Die Leistungsfähigkeit sinkt.

 
Wie entsteht Stress?

«Im Prinzip ist Stress eine Frage der Bewertung.»

Ob etwas Stress verursacht, ist bei jedem Menschen verschieden. So reagieren manche Menschen gestresst auf Dinge, bei denen anderen noch ganz entspannt bleiben. Dabei spielen persönliche Einstellung, Erwartungen, erlernte Verhaltensmuster, Emotionen und sogar vererbte Faktoren eine Rolle.  

Negativer Stress entsteht immer dann, wenn wir eine Situation als bedrohlich erleben und/oder wir das Gefühl haben, ihr nicht gewachsen zu sein. Bewerten wir dann noch die Situation emotional als kränkend und verletzend ist der Stresskreislauf aktiviert!

Typische Auslöser für Stress sind:

Fakt ist: Stress ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf all die unterschiedlichen Anforderungen des Lebens. Nimmt der Stress jedoch überhand, drohen körperliche und psychische Erschöpfung. Burnout steht im direkten Zusammenhang mit chronischem Stress.

Deshalb ist es so wichtig sich die Fähigkeit für Ausgleich und Regeneration anzueignen. Du ganz allein entscheidest darüber ob und wie stark du unter Stress leidest. Achtsamkeit kann dabei eine sehr wertvolle Hilfe sein!

«Ich kann erst etwas ändern, wenn ich es wahrnehme!»

Was kann ich gegen Stress tun?

Im nächsten Beitrag gebe ich dir 10 Tipps gegen Stress mit auf den Weg.